Zum Inhalt springen

Jitsi Meet – Videoconferencing ganz einfach

Jitsi Meet ist ein sicheres, einfaches und plattformunabhängiges Open Source Videokonferenzsystem. Ich hatte die Software schon länger auf dem Schirm und wollte das System eigentlich auch schon lange mal ausprobieren.

Nun hat mich dieser fiese, kleine Virus dazu motiviert, eine eigene Instanz aufzusetzen und auszuprobieren. In Zeiten, wo man ins Homeoffice geschickt wird und das öffentliche Leben in naher Zukunft vermutlich noch mehr eingeschränkt wird, bieten sich Videoconferencing-Systeme an, um mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben. Auf Mastodon trendete #jitsi sogar, da viele Admins und Lehrer das System installierten und Instanzen wie Pilze aus dem Boden schießen.

Ein kurzes Wort zur Installation (also wenn man selber eine Instanz betreiben möchte): die Installation ist unglaublich einfach (ich möchte fast schon sagen langweilig). Der Installer richtet alles fix und fertig ein, sogar die nginx-Konfiguration für den Reverse Proxy. Das System war nach 10 Minuten einsatzbereit.

Zur meiner Instanz: ich stelle diese in erster Linie für private Zwecke zur Verfügung. Wer sie geschäftlich nutzen möchte, sollte zuerst klären, ob das mit den Sicherheitsrichtlinien seines Unternehmens vereinbar ist. Daneben dürfen Lehrer gerne die Plattform nutzen, um Klassen digital zu unterrichten (Anmerkung: ich habe noch keine Optimierungen vorgenommen, das System ist also nur für knapp 100 User ausgelegt). Eine Aufnahme von Konferenzen ist auf meiner Instanz nicht möglich.

Mein Jitsi-Server ist unter der URL https://jitsi.kosebamse.com erreichbar.

Die Benutzung ist denkbar unkompliziert: die URL einfach in einem Browser öffnen (das geht nicht mit dem Internet Explorer, aber das ist ja auch kein Browser). Über das Formular einen neuen Raum erstellen, den Link zu dem Raum an alle Teilnehmer verschicken, fertig. Die Adresse des Raums setzt sich aus der URL und dem Raumnamen zusammen: wenn der Raum Rumpeldibumbel heißt, dann lautet die URL für den Raum https://jitsi.kosebamse.com/Rumpeldibumbel. Räume können mit einem Passwort vor unberechtigtem Zutritt geschützt werden. Das System ist sehr einfach und intuitiv gehalten. Einfach mal ein paar Optionen ausprobieren. Falls es mit Firefox zu Problemen kommen sollte, bitte Chrome (oder eines der Derivate) verwenden.

Update: ich habe auf Github einen Client gefunden, der schlanker als ein Browser ist und weniger Last auf das System legt (außerdem blendet er die Videos ein, wenn das Fesnter nicht im Fokus ist). Die neueste Version für diverse Betriebssysteme gibt es hier. Hier muss in den Einstellungen lediglich die Server-URL angepasst werden (siehe oben).

Um Jitsi mit einem Mobilgerät wie Handy oder Tablet nutzen zu können, gibt es Apps für Android und iOS. Wichtig ist, dass hier in den Optionen die Server-URL (s.o.) angepasst wird, da in den Apps standardmäßig die Hauptinstanz von Jitsi hinterlegt ist. Alternativ kann man die URL auch mit einem Browser auf dem Handy öffnen (das soll wohl am besten mit Chrome funktionieren).

Viel Spaß mit meiner Jitsi-Instanz. Bei Fragen oder Problemen bitte eine Mail an mich.

Published inAllgemeinOpen SourceSelfhostingXING

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.